In der zweiten Krimi Lesung stellte der Autor Gisbert Strotdress sein Buch „Tatort Dorf“ vor

Präsident des LC-AVDH H.J. Mergen mit dem Krimiautor Gisbert Strotdress | Hermes privat

Am Freitag, 23. September, gab es die zweite Lesung in der Krimireihe
„Morden für den guten Zweck“. Nach dem erfolgreichen Debut am 02. September mit einer Lesung der Münsteraner Autorin Inge Mischke folgte nun Gisbert Strotdrees mit seinem Buch „Tatort Dorf“ von 2014.

Herr Strotdress mit Polizeioberkommissar Herrn | Hermes privat

Zu Beginn des Abends wurde das Publikum von Herrn …..  über den Ort der Lesung, des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei NRW und dessen Aufgaben eingehend informiert. Statt der geplanten Aula fand die Lesung in der Lounge/Bar der Polizeischule statt, was die Versorgung der Gäste mit Speisen und Getränken sehr komfortabel machte.

Der Autor bei der Lesung | Hermes privat

Der Journalist und Krimiautor Gisbert Strotdrees stammt aus Harsewinkel. Er absolvierte ein Lehramtsstudium der Geschichtswissenschaft, Germanistik und Pädagogik an der WWU Münster und an der Universität Bielefeld. Danach entschied er sich für den Journalismus und wurde 1988 Redakteur beim Wochenblatt für Landwirtschaft & Landleben in Münster. Seine Themen: Kultur, Freizeit, Agrar- und
Landesgeschichte sowie Familie / Soziales. In seinen Buchveröffentlichungen beschäftigt er sich vorrangig mit der Alltagskultur sowie Agrar- und Sozialgeschichte Westfalens und Nordwestdeutschlands.

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Tatort Dorf“ ist eine Zusammenstellung historischer Kriminalfälle der letzten 800
Jahre. Der Focus richtet sich bei diesen Fällen besonders auf den ländlichen
Bereich. Für den Leseabend wählte Gisbert Strotdrees drei aus den fast 30 Fällen aus. Darin beleuchtet er gezielt die Taten, die Polizeiarbeit aber auch skurrile Gegebenheiten. Das alles präzise und humorvoll.

Darunter der Fall des Wilddiebs Hermann Klostermann, der seit 1862 in den
Wäldern im Raum Eggegebirge, Sauerland und Waldeck sein Unwesen
trieb. Er wurde auch der Robin Hood des Eggegebirges genannt und
bereits 1865 kursierten Zeitungsartikel über Klostermann, deren
Wahrheitsgehalt zweifelhaft ist - mit der unvermeidlichen Legendenbildung.

Diese dauert im Paderborner Land bis heute an: Unter dem Namen
"Wildschütz-Klostermann-Markt" findet seit 2002 in Lichtenau
(Westfalen) eine regional bedeutende Wirtschaftsschau rund um die Themen Natur, Wald, Wild, Landwirtschaft und erneuerbare Energien
statt.


Dann ein erschreckendes Ereignis in Enniger 1873: Gerüchte und falsche Anschuldigungen führten zu antisemitischen Ausschreitungen. Eine ganze jüdische Gemeinde musste den Ort verlassen.

Schließlich der Fall des “Waldmenschen” Bruno Fabeyer, der die Polizei Mitte der 1960er Jahre über 573 Tage zum Narren hielt.

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Herzlicher Beifall des zahlreich erschienenen Publikums belohnte den Autor bevor er sich ans Signieren begab. Etliche Interessenten nahmen sich ein Exemplar von Tatort Dorf mit. Natürlich nicht ohne sich vom Autor den Namenszug Gisbert Strotdrees abgeholt zu haben.