Henrike Jütting präsentierte ihren neuesten Münster Krimi "Hafentod"

Münster-Annette von Droste-Hülshoff | 07. Juli 2026 | Hermes
Am 23. Januar fand unsere Erste Krimilesung 2026 mit Henrike Jütting in der JVA an der Gartenstraße statt
Henrike Jütting in der JVA
Henrike Jütting in der JVA | Hermes privat

 

 

 

Am 23. Januar 2026 las die Autorin, Henrike Jütting, aus ihrem fünften Kriminalroman „ Hafentod“.


Die Autorin in der JVA Münster (Bild Hermes)

Die erste Lesung war aus räumlicher Sicht wieder etwas ganz besonderes, fand sie doch im Gefängnis an der Gartenstraße in Münster statt. Schon das Einlass-Prozedere mit Abgabe der Mobiltelefone und Personalausweise war sehr aufregend. Auch der Gang durch das Gefängnis zum eigentlichen Leseort im Kirchraum der Justizvollzugsanstalt beeindruckte sehr. Kleingruppen von max. 6 Personen wurden von einem Justizvollzugsbeamten durch die verwinkelten Gänge geleitet.

Vor der Lesung wurde das Publikum von der stellvertretenden Leiterin der JVA Frau Sarah Watts, ausführlich über die Geschichte und aktuelle Nutzung des Gefängnisses informiert, auch mit einem kurzen Ausblick auf die Zukunft des Gebäudes hinsichtlich des voranschreitenden Neubaus der JVA zwischen Münster und Telgte.


Die stellvertretende Leiterin der JVA Frau Watts (Bild Hermes)

Die Autorin, geboren in Münster, machte nach Ihrem Abitur eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau. Danach studierte sie in Bremen Soziologie und Kulturwissenschaften. Nach ihrem Studium promovierte Henrike Jütting in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und arbeitete in Bremen, Brüssel und Celle. Als Schriftstellerin lebt die verheiratete Mutter von zwei Töchtern nun wieder in Münster.


Frau Jütting in Ihrem Element (Bild Hermes)

Die Kommissarinnen Katharina Klein und Eva Mertens ermitteln wieder, dieses Mal am Hafen und im Mauritzviertel. Im sechsten Band der Münster Krimi-Reihe von Henrike Jütting geht es um zwei Leichen und eine Zeitreise.


 

Hier ein kurzer Ausblick auf die Geschichte:

Die langen Schatten der Vergangenheit ... Im Jahr 1986 wird der angesehene Münsteraner Arzt Dr. Fred Neuhaus erschlagen in seinem Schwimmbad aufgefunden. Am Beckenrand hockt seine verstörte Ehefrau und gesteht die furchtbare Tat. Vierzig Jahre später entdeckt die Kommissarin Katharina Klein einen Toten in der Nähe des Hafenbeckens von Münster. Es handelt sich um den inzwischen 54-jährigen Sohn des Arztes, Arndt Neuhaus. Auch er ist Opfer eines Gewaltverbrechens geworden.Zusammen mit ihrer Kollegin Eva Mertens gelangt Katharina zu der Überzeugung, dass der gegenwärtige Fall nur aufgeklärt werden kann, wenn das schreckliche Ereignis von damals neu aufgerollt wird. Die Kommis-sarin treibt die Untersuchung mit Hochdruck voran, doch der Versuch, die unterschiedlichen Fäden zu verknüpfen, führt nur noch zu mehr Verwirrung. Als eine zufällige Entdeckung eine völlig neue Perspektive eröffnet, versteht Katharina endlich, wie alles zusammenhängt ... Oder doch nicht? (Amazon)


Die Autorin in der Kapelle der JVA Münster (Bild Hermes)

Die Autorin las einige spannende Passagen aus dem Krimi mit entsprechenden Anmerkungen und entspann einen Spannungsbogen, der Lust auf die Auflösung der Handlung schürte. Frau Jütting gab auch einige humorvolle Details zur Entstehungsgeschichte des Romans bekannt, unter anderem die lange Suche nach dem Buchtitel.


Autogrammstunde (Bild Hermes)

Am Ende der Lesung bildete sich eine lange Schlange vor dem Lesepult der Autorin, wo man das Buch mit Widmung versehen erwerben konnte. Ein toller Abend mit einer hervorragenden Lesung an einem spannenden Ort.